
Im Takt der Freiheit
Im Takt der Freiheit
Hanna Caspian
Hanna Caspians historischer Roman »Im Takt der Freiheit« entführt ins Deutsche Kaiserreich zu einer jungen Frau, der das Fahrrad den Weg in ein selbstbestimmtes Leben weist – und zu ihrer großen Liebe.
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit.
Das erkennt die junge Frau schmerzlich. Auf einem opulenten Sommerball soll sie anders als gedacht keineswegs nach einem geeigneten Heiratskandidaten Ausschau halten – den hat ihr Vater längst für sie ausgesucht. Nach seinem Willen wird Felicitas den Sohn eines Grafen heiraten, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Doch dann lernt sie Lorenz kennen, der sich für Zweiräder begeistert und mit seiner Unbeschwertheit alles infrage stellt, was Felicitas bislang für unausweichlich hielt …
Mehr als eine Liebesgeschichte: ein gefühlvoller historischer Roman, der eine hochspannende Zeit der Emanzipation von Frauen lebendig
Die Autorin:
Hanna Caspian, geb. 1964, studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist. Ihre Romane wurden in etliche Sprachen übersetzt.
Rezension: Im Takt der Freiheit
Rezensionstitel: Ein zeitgeschichtlicher Roman der mich begeistert hat
5 Sterne
Die Geschichte:
Berlin 1888 Dreikaiserjahr: Felicitas Louisburg hat alles, was das Herz begehrt, mit Ausnahme der persönlichen Freiheit. Ihr Vater arrangiert einen Sommerball, er möchte ihre Verlobung mit einem von ihm auserwählten Grafensohn bekannt geben. Felicitas hatte allerdings Lorenz kennengelernt, der sich für Zweiräder begeistert. Sie stellt alles infrage, was ihr bisher als unausweichlich erschien.
Das Cover:
Das Cover ist sehr gelungen. Es hat mich sofort angesprochen. Ein junges Paar der Zeit, das Brandenburger Tor und zwei Fahrräder. Zusammen mit dem Klappentext und dem Titel eine Buchpräsentation, die sehr stimmig ist.
Meine Meinung:
Ich kenne Bücher von Hanna Caspian und war deshalb sehr gespannt auf den neuen Roman. Von der ersten Seite an konnte ich tief eintauchen. Wunderbare Protagonisten, allen voran Felicitas, Lorenz und Tante Apollonia, haben mich in ihr Leben hineingelassen. Ich konnte mit ihnen fühlen und in Inneres schauen. Die Autorin schreibt in einer leicht lesbaren und bildhaft starken Sprache, die es ermöglicht, dabei zu sein. Die Schauplätze in Berlin sind ebenso stark beschrieben.
Die exzellent recherchierte und eingearbeitete Zeitgeschichte, die Gepflogenheiten zwischen dem Adel und einem Eisenbahn-Magnaten sowie einer jungen Frau, deren Lebensweg vom Vater bestimmt wird. Dazu ein junger Mann, der aus einer Fabrikantenfamilie stammt, und sich für die technischen Veränderungen der Hochräder zum Zweirad als Fortbewegungsmittel interessiert. Eine spannende Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, rund um die Fortbewegung. Zahlreiche Perspektivwechsel sorgen für einen durchgängigen Spannungsbogen.
Mein Fazit: Eine Geschichte, die mich sofort in ihren Bann gezogen und fasziniert hat. Ein Dankeschön an Hanna Caspian für dieses Lesevergnügen. Meine Leseempfehlung ist gewiss.
Heidelinde von Friederickes Bücherblog
Ein Gedanke zu „Im Takt der Freiheit“
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