Es könnte so einfach sein
Es könnte so einfach sein
Anne Handorf
»Liebe. Im Leben geht es um die Liebe zu dem Menschen, neben dem man aufwachen möchte. Beim Schreiben geht es darum, auch mal was anderes als ›Liebe‹ zu schreiben. Zahnpasta. Oder Bettdeckenzipfel. Oder Urvertrauen.«
Ein Sonntag im September 2005: Noch vier Wochen bis zur Wahl der ersten Kanzlerin für Deutschland, nur noch achtundzwanzig Tage für Bestseller-Autorin Vera Albach, um ihren Roman im Rekordtempo zu Ende zu schreiben. Nachdem sie in den 1960-ern mit Heftromanen begonnen und sich in einer Männerwelt durchgesetzt hat, soll dies ihr letztes Buch sein, sie hat es ihrem Mann Leo versprochen. Doch so einfach wie gedacht ist es nicht, das Loslassen. Vielleicht braucht es im echten Leben wie in jedem guten Buch eine kleine Überraschung vor dem großen Glück?
Eine Frau, die es wagt zu träumen, eine Ehe auf Augenhöhe – und eine jahrzehntelange Liebe, getragen von Respekt, Verständnis und einem lebensklugen Humor.
»Die Geschichte einer Frau, die ihr Ziel verfolgt, unbeirrt und unermüdlich. Gestützt von der Liebe eines Mannes, ebenso unbeirrt und unermüdlich. Glück und Erfolg bekommen in diesem bezaubernden Buch eine ganz neue Bedeutung.« GISA PAULY
Die Autorin:
Anne Handorf ist das Pseudonym von Carla Grosch und Volker Jarck – beide in unterschiedlichen Rollen in der Buchbranche tätig. Ihr erster gemeinsamer Roman »Es könnte so einfach sein« entstand über 564 Kilometer Entfernung hinweg in schönstem Einvernehmen – und erzählt eine mögliche Geschichte über unser Land und darüber, wie Frauen es verändern.
Rezension: Es könnte so einfach sein
Rezensionstitel: Eine schöne intensive Geschichte
4 Sterne
Die Geschichte:
2005 hat die Bestseller-Autorin Vera Albach noch genau vier Wochen Zeit, um ihren Roman zu Ende zu schreiben. Eine Herausforderung, die es in sich hat. Leo, ihrem Mann, hat sie versprochen, dass es ihr letztes Buch werden soll, und er unterstützt sie, wo immer er kann. Er steht seit vielen Jahren in der zweiten Reihe und kümmert sich liebevoll um sie und ihr Wohlbefinden.
Vera arbeitet in den 60er-Jahren als Sekretärin in einem Verlag. Als der Autor für eine Romanheftreihe ausfällt, rutscht sie aus eigenem Elan auf seine Stelle und übernimmt auch das männliche Pseudonym. Das Eindringen in die damals männlich geprägte Verlagswelt war nicht einfach und erforderte sehr viel Kraft und Willen. Der Wunsch, unter eigenem Namen zu schreiben, wird ihr lange trotz großer Erfolge verwehrt. Sie schafft es aber mit unbeirrtem Handeln, ihrem Mann und viel Liebe in einer Ehe auf Augenhöhe.
Und nun ging es mit dem letzten Buch um das Loslassen, was letztlich nicht so einfach war, wie sie dachte.
Das Cover:
Das Cover hat mich sofort fasziniert und angesprochen. Sehr gelungen und gemeinsam mit dem Titel und Klappentext ist es eine gelungene Buchpräsentation.
Meine Meinung:
Ich wurde über das Cover auf die Geschichte aufmerksam und war sehr gespannt. Dabei traf ich auf einfühlsam gezeichnete Protagonisten, die mir gestatteten, ihnen sehr nah zu sein. Das Autorenduo schreibt in einer leicht lesbaren und flüssigen Sprache. Sie haben mich mitgenommen in die Buchbranche mit all ihren Facetten der jeweiligen Zeit. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: Sie schildert einerseits Veras Entwicklung als Autorin und andererseits die Entstehung des letzten Romans als Abschluss. Nicht so gefallen haben mir die eingeschobenen Passagen des Romans, an dem sie gerade arbeitete. Weniger ist manchmal mehr.
Mein Fazit: Ein Roman um eine Frau, die ihren Weg sucht und geht. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, spannend unterhält und sehr empfehlenswert ist.
Heidelinde von Friederickes Bücherblog
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