Bis zum Himmel und zurück

Bis zum Himmel und zurück

Bis zum Himmel und zurück

Catharina Junk

Bestsellerautorin Catharina Junk („Liebe wird aus Mut gemacht“) legt ihren zweiten Roman vor: ein tragikomischer Familienroman und eine wunderbare Liebesgeschichte.
Drama, Crime und Love-Stories. Als Drehbuchautorin kann Katja unzählige Leben leben, ohne selbst große Gefühle zu riskieren. Perfekt also. Okay, manchmal kommt Ratko vorbei, aber Liebe ist das eigentlich nicht. Doch als Katja eine Familienserie entwickeln soll, klappt es mit dem Schreiben plötzlich nicht mehr. Ihre eigene Familie ist nämlich ein Trümmerhaufen. Als sich dann ihre Mutter mit einer erschütternden Neuigkeit meldet, wie aus dem Nichts eine Halbschwester auftaucht und Katja ständig an Joost denken muss, kann sie sich nicht länger vor ihrer eigenen Geschichte verkriechen. Die muss nämlich dringend neu geschrieben werden…

 

Rezensionstitel: Ein Familienroman über Schuld und Gefühle

(5 Sterne)

 

 

Die Autorin:

 

 

Catharina Junk, in Bremen geboren, studierte Deutsche Sprache und Literatur, Psychologie und Volkskunde an der Universität Hamburg. Sie arbeitete mehrere Jahre als Redakteurin für Fernsehserien und Reihen beim NDR und ist seit 2008 selbständige Drehbuchautorin für Film und Fernsehen. „Liebe wird aus Mut gemacht“ (als Hardcover unter dem Titel „Auf Null“ erschienen) ist ihr erster Roman. 2014 erhielt Catharina Junk für eine frühe Fassung von «Auf Null / Liebe wird aus Mut gemacht» den Hamburger Literaturförderpreis. Im Frühjahr 2018 erscheint ihr zweiter Roman „Bis zum Himmel und zurück“. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

 

 

Das Cover:

 

Das Cover in seinen kräftigen Farben grün und blau, dazu das Mädchen, das die Hände zum Himmel streckt und der Titel zeigen gemeinsam in der bildlichen Darstellung, in sich eine Übereinstimmung und wunderbare Harmonie. Zusammen mit dem Klappentext ist die Buchpräsentation sehr gelungen, verweist aber nicht auf die Tragik, die Ernsthaftigkeit und die menschlichen Tragödien, die eine große Rolle spielen. Und dennoch macht das Gesamtbild neugierig auf das Buch und lädt dazu ein, diese Geschichte lesen zu wollen.

 

Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

 

Katja verdient ihr Geld als Drehbuchautorin für die Serie „Wache Mitte“. Als sie überraschend ein Konzept für eine Familienserie entwickeln soll, fällt ihr das ausgesprochen schwer. Dabei könnte dieses Projekt ihr beruflicher Aufstieg werden. Wie soll das aber gehen, hat sie doch selbst kein nennenswertes Familienleben mehr? Als wäre das Chaos nicht genug, meldet sich zur gleichen Zeit ihre Mutter mit einer unangenehmen Nachricht und es tauchen zu guter Letzt auch noch überraschend und völlig aus dem Nichts eine Halbschwester, sowie deren Bruder Joost auf.

Nun muss sie heraustreten aus den verschiedenen Leben, in die sie sich als Autorin geflüchtet hat. Der Zeitpunkt ist jetzt da, der sie auffordert sich mit sich selbst und ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und auch diese neu zu schreiben.

 

 

Meine Meinung:

 

 

Als ich zu Anfang des Buches Katja und ihren gelegentlichen Freund Radko kennenlernte, war ich über ein paar Seiten lang, von den beiden nicht gerade angetan. Aber dann wurde ich mit Erstaunen in den unerwarteten und aufwühlenden Verlauf der Geschichte hineingezogen, zumal ich durch den Klappentext keinesfalls auf ein derart starkes und emotionales Familiendrama eingestellt war.

 

Das Buch wird neben der Gegenwart aus starken Rückblenden erzählt, die uns aus Katjas Sicht die Dramatik ihres Lebens voll miterleben lassen. Es geht insgesamt um eine Familie, die an ihren Schicksalen, Süchten und Dramen zerbricht und jeden Einzelnen damit alleine auf irgendeine Art weiterleben lässt. Dabei wiegen Schuld und Sühne auf einem schmalen Kinderrücken doppelt schwer.

 

Die Protagonisten sind mit sehr viel Feingefühl ausgearbeitet, ihre Charaktere daher glaubhaft und entsprechend ihrer Rolle. Besonders Katja lässt uns ganz nah dabei sein und in ihr Leben schauen, was mich manchmal sehr angegriffen hat.

 

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, der die vielen tragischen Momente an einigen Stellen humoristisch entschärft, sodass man auch „Schwere“ gut verdauen kann. Es ist absolut keine leichte Kost, wie man anfänglich vermuten könnte. Es ist aber ein Buch mit sehr viel Tiefgang, mit ab und zu etwas Komik, mit Ernst, Klugheit, Traurigkeit und so vieles mehr. Ein Buch, das kein Happy End hat und mich etwas nachdenklich zurücklässt.

 

Ein Buch, das ich aber unbedingt empfehlen möchte.

 

Friedericke von „friederickes Bücherblog“

 

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